Donnerstag, 15. Dezember 2011

Europa zu Gast bei Mördern.

Das nächste große Fussball-Fest kommt. Die Ukraine ist im nächsten Jahr Austragungsort der Europameisterschaft im Herrenball. Und wenn Europa im Ostblock eine Stippvisite durchführt, muss natürlich alles tip-top sein. Die Menschen freundlich, das Wetter gut, die Straßen sauber. Doch besonders letzteres scheint ein Problem zu sein. Mit den Geschwindigkeitsunterschreitungen der ukrainischen Eselskarren wird die Staatsmacht wahrscheinlich noch fertig, aber die streunenden Hunde in den Städten machen keinen guten Eindruck.
Die Regierung fackelt nicht lange. Was hilft bei ungebetenen Gästen? Massenmord. Kurzerhand werden Straßenhunde gepackt, vergiftet, erschossen oder verbrannt. Und das bei lebendigem Leibe in mobilen Krematorien. Die Ukrainer scheinen aus der Geschichte gelernt zu haben. Sie führt diese Massentötungen im Rahmen der Straßensäuberung für die EU 2012 durch. Von Schamgefühl, Empathie oder Reue keine Spur.

Natürlich haben wild umherstreunende Hunde in einer zivilisierten Großstadt nichts zu suchen, aber das gleiche könnte ich über FDP-Mitglieder sagen..


Samstag, 10. Dezember 2011

Nach dem Arabischen Frühling: Der Russische Winter.

Der Arabische Frühling, indem die politischen Verhältnisse in Nordafrika umgestürzt und neu geformt wurden, ist schon beinahe ausgeklungen, da bahnt sich nun die nächste Revolution an. Weiter im Osten, im verschneiten Russland, gehen Menschenmassen auf die Straße, um gegen die dreiste Wahlfälschung der Regierung Putin zu protestieren. Vor einigen Tagen noch konnten Sicherheitskräfte mit der bewährten Knüppel-Methode wieder Ordnung schaffen, jetzt wird das langsam schwierig. Hunderttausende wagen den Schritt vor die Tür und Putins Schlägertrupps in Uniform kommen mit dem Austeilen nicht mehr hinterher. Russlands Elite hat die Wahl: sie beugt sich dem 'Wir sind das Volk'-Protest oder sie riskiert blutige Straßenkämpfe. Die Geschichte belegt beides.
Der russische Kampf um Freiheit ist ein Kampf für Gerechtigkeit. Der Gigant Eurasiens wird von einem Unrechtsregime gelenkt, und das schon seit einer Ewigkeit. Ein illegitim herrschender Despot mit Hang zum Größenwahn - die Russen beginnen aufzuwachen.
Wir werden sehen, was diese Entwicklungen hinterm Ural noch alles bewirken werden. Russland ist kein kleiner Alpenstaat - es ist eine globale Supermacht. Könnten sich die Strömungen der Völkerbefreiung wie die Gedanken der Aufklärung und der französischen Revolution auch nach China, Nordkorea oder in den Iran fließen? Mit Sicherheit; aber die werden nicht auch nur einen Hauch von Zimperlichkeit oder Reue spüren, wenn die Maschinengewehre über eine verzweifelte Menschenmasse rattern.
Russland ist trotz seiner Stellung in der Geschichte als verfeindetes Zarenreich und verteufelter Gegner im Kalten Krieg stärker in der westlichen Welt verankert, als seine asiatischen Konkurrenten.

Montag, 5. Dezember 2011

Die Sozis und ihr blaues Blut.

Adelige aller Länder vereinigt euch!
Existiert eine bürgerliche Linke?

Die SPD hat auf ihrem heutigen Bundesparteitag eine neue Parteifarbe vorgestellt: Purpur. Sieht zwar aus wie Rosalinchens 'Zauberpink-Lametta', ist es aber nicht. Es ist Purpur. Die Farbe der Mächtigen. Früher, also ganz früher, war es ausschließlich dem Hochadel gestattet, Purpur zu tragen. Die Farbe galt als edel, erhaben und äußerst wertvoll. Der Farbstoff wurde aus der Purpur-Schnecke gewonnen. Ich weiß ja nicht. Entweder sind die Sozialdemokraten unter die Schnecken-Fanatiker gegangen oder die wollen doch tatsächlich diese alte Tradition weiter führen. Oder sie haben sich im Geschichtsunterricht zu oft sozialreformerischen Träumereien hingegeben, anstatt ordentlich aufzupassen. Alle drei Möglichkeiten halte ich für realistisch, wobei Sigmar Gabriel vermutlich eher von Zuckerwatte und Wildschweinbraten phantasierte. Nichts gegen Wildschweinbraten und erst recht nicht gegen Hinkelsteine.
Wie dem auch sei. Schön, dass sich neben der Christlichen Mitte und der Partei der bibeltreuen Christen eine dritte Gemeinschaft gefunden hat, die sich offen zu den Werten des Mittelalters bekennt. Schön, dass endlich jemand wieder Leibeigenschaft, Feudalismus und sonntägliche Hexenverbrennungen einführen möchte. Schön, dass es euch gibt. Danke.