Ich habe dem Schreiberling hinter der-postillon.de, einem Blog für tagesaktuelle satirische Nachrichten, drei Beiträge zugeschickt - mit der Bitte, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Mr. Postillon schrieb mir zurück, meine Entwürfe seien stilistisch schon ganz gut, für eine Veröffentlichung aber noch nicht lustig genug - was stimmt -, er freue sich jedoch über weitere Vorschläge. Es ist jetzt also zu meiner Mission geworden, einen Artikel zu schreiben, der dem gefordertem Niveau entspricht. Die Texte, die es nicht in den Postillon schaffen, finden sich dann hier.
+++ Snowden: auch Weihnachtspost wird abgehört
Nuuk/(dpo) - Die Skandalserie von Aufdeckungen geheimdienstlicher Spionage am gemeinen Bürger reißt nicht ab. Nach Snowdens Enthüllungen über NSAs "Prism" und das Abhörprogramm des britischen GCHQ "Tempora" (alternative Benennungs-Empfehlungen der Redaktion: Pyramid, Quadr oder 3eck) ist nun die millionenfache Ausspähung von Kindern weltweit bekannt geworden.
Unter dem Namen "mistænkelige Santa" hat der dänischer Inlandsgeheimdienst "Politierst Efterretningstjeneste" (PET) über Jahre hinweg den Briefverkehr von Überall nach Grönland mitgelesen. Von der Überwachung der Weihnachtspost erhoffte sich das Innenministerium sensible Informationen über wirtschaftliche Zustände und die nationale Nachfrage wichtiger Handelspartner in Zentralasien und Nordamerika. Innenminister Dœdelig dementierte die Vorwürfe.
Das Pressebüro des Weihnachtsmannes zeigte sich am Sonntag überrascht und empört: "Wir sind sehr enttäuscht. Es geht hier schließlich um die Kinder! Sollten sich diese Vorwürfe als wahr herausstellen, werden wir die Verhandlungen mit den Vertretern der Provinz Sibirien wegen einer Umsiedelung wieder in Gang bringen müssen." An der Produktions- und Logistikmaschine der Santa GmbH hängen die Arbeitsplätze von mehr als neunhundert dänischen Fachkräften und tausenden Saisonarbeiter.
Sollte sich demnächst noch herausstellen, dass Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) heimlich die Tagebücher deutscher Grundschülerinnen liest, könnte der Aufstand der Anständigen nicht mehr weit sein. (sim)
+++ Putin fordert Prostituierte zurück
Berlin/(dpo) - Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Russlands Staatschef Wladimir Putin (47) die Rückführung der siebzigtausend in Deutschland arbeitenden russischen Prostituierten. "Die wirtschaftliche Lage Russlands hat sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert", bemerkte Putin (32) bei der Eröffnungsfeier einer Beutekunst-Ausstellung in Sankt Petersburg, "das schlägt sich unweigerlich auch auf den Vergnügungssektor nieder. Wir brauchen unsere Olgas (16ff) zuhause!"
Merkel (50+) entgegnete, die Mädchen aus dem Osten wären eine "Bereicherung für den deutschen Arbeitsmarkt und ein Segen für den Wettbewerb."
Die Rezession in Russland drängt immer mehr Damen des ältesten Gewerbes zur Migration nach Westeuropa. Während diesseits der Oder-Neiße-Grenze das Überangebot zu einer, wie Experten meinen, Hypersexflation geführt hat, herrscht jenseits Ebbe im Land der feuchten Träume.
Russland besteht seit der Öffnung des DDR-Flüchtlingsstaudamms auf der Rückgabe der ausgewanderten Arbeitskräfte. Deutschland lehnt das ab.
Die Stiftung Alt-Sowjetischer Kulturbesitz schätzt die Anzahl russischer Mitarbeiterinnen in der gewerblichen Unzucht auf dem Gebiet der Bundesrepublik auf etwa Einundsiebzigtausend, knapp ein Drittel von Ihnen in deutschen Großunternehmen.
(sim)
+++ Assad beendet Verhandlungen
Damaskus/(dpo) - Baschar Al-Assad, der Schlächter von Syrien, hat am Sonntag durch seinen Gesundheitsminister verkünden lassen, das Regime gebe die Verhandlungen mit Monsanto auf. Seit Wochen versucht das Regime in Damaskus vergeblich, die eingekauften Chemiekampfstoffe zu reklamieren - sie seien bereits seit Jahren abgelaufen. (sim)
Worte sind wie Projektile.
Montag, 24. Juni 2013
Samstag, 22. Dezember 2012
"Was bist Du denn eigentlich?"
Ich werde oft von fremden Menschen nach meiner Herkunft gefragt. Auf Homepartys, beim Feiern, beim Smalltalk (so auch neulich auf die in der Überschrift zitierten Art und Weise). Daran ist an sich nichts verwerflich. Ich interessiere mich auch für meine Mitmenschen. Unterhalte ich mich mit einer Person und höre Semmel, Kammelle oder Puschen, kann ich mir die Frage nach Süd, West oder Nord häufig nicht verkneifen. Es ist für mich allerdings etwas anderes, wenn ich nach der Helligkeit des Hauttons (meist in Kombination mit der Haar- und Augenfarbe) urteile, ob jemand von hier oder woanders kommen mag. Durch die Frage nach der Herkunft (die auf der Zuordnung der/des Befragten zu einer anderen Gesellschaft als der umgebenden fußt) grenze ich den/die Befragte/n aus. Du kannst überhaupt nicht von hier kommen, du siehst nicht so aus, wie ich es von der vorherrschenden Norm erwarten würde.
Wenn ich in meiner Heimatstadt auf die Frage "Woher kommst du (eigentlich)?" mit Berlin oder BR Deutschland antworte, bekomme ich die seltsamsten Blicke zurück geworfen - oft in Verbindung mit "Ne, woher du wirklich kommst. Also deine Eltern. Ich meine deinen Migrationshintergrund". Mir ist bewusst, was Du meinst. Ich wusste von Anfang an, was Du meintest. Und ich habe deine Frage beantwortet. Ist es für dich wirklich unvorstellbar, dass ein Mensch ohne blonde Haare auch in diesem Land geboren sein könnte? Dass er hier aufwuchs, hier zur Schule ging, wie seine Eltern und deren Eltern in dem gleichen Alter auch?
Die Frage ist nicht böse gemeint. Ich würde nie soweit gehen, den Interessierten latenten Rassismus zu unterstellen. Was aber passiert, wenn solche Fragen immer wiederkehren und sich im Sprachgebrauch manifestieren, ist, dass sich eine rassistische Denkart in die Sprache schmuggelt, die irgendwann nicht mehr als solche wahrgenommen wird. Denn was ist es anderes als Rassismus, wenn ich annehme, jemand komme aus einem anderen Land, nur weil sein Hautton nicht den hautfarbenen Buntstiften entspricht?
Ich habe verständlicherweise weder Zeit noch Muße, eine Grundsatzdebatte mit jeder/m anzufangen, die/der mich im dritten mit mir gewechselten Satz nach meinen Wurzeln fragt. Ich mache es mir einfach und erzähle, mein Vater sei Franzose, algerischer Franzose. Dass ich weder ein Wort Französisch, noch eine Silbe Arabisch/Mazirisch sprechen kann, stört nach dieser Antwort niemanden mehr. Selbst als ich ein Mädchen auf ihre Ausführungen über "so ein schönes Land" fragte, wo denn bitte dieses Algier (die Hauptstadt Algeriens) liege, begann die Kulisse nicht zu bröckeln.
Wenn mir jedoch etwas am Gegenüber liegt und es vorkommen könnte, dass er/sie irgendwann einmal meine bleichen Eltern zu Gesicht bekommt, erzähle ich die Wahrheit. Mein Urgroßvater war Franzose. Das sagte mir zumindest meine Mutter. Wissen tun wir es beide nicht. Nach diesem Szenario bin ich also ein Ein-Achtel-Franzose und ein Sieben-Achtel-Deutscher. Das Deutsche in mir hat also klar die absolute Mehrheit. Und das ist wichtig. Nicht für mich, aber wohl für viele Andere. "In meinen Rassifizierungskategorien hätte ich dich tatsächlich woanders eingeordnet". Schluck! Mensch kann diesen Sonderfällen zugute halten, dass ihre Neuronen aufgrund des hohen Alkoholpegels oft nicht mehr einwandfrei funkten. Dennoch lassen mich solche Aussagen stutzen. Die Leute, die neben mir auf Demonstrationen gegen Nazi-Aufmärsche laufen, unterscheiden sich manchmal höchstens in Nuancen vom braunen Mob hinter der grünen Schlagstock-Barriere.
"Bist Du eigentlich Deutscher?" Ja, das bin ich. Aber als erstes bin Mensch. Ich bin Inhaber eines deutschen Passes, Personalausweises, Führerscheins und bin Organspender. Ich spende meine deutschen Organe an deutsche Organsuchende (und natürlich auch gerne alle anderen). Doch selbst wenn dem nicht so wäre, spielte das eine Rolle? Würdest Du dich nicht mit mir unterhalten, wenn ich sagen würde, ich sei Timbuktianer, Inder oder Portugiese? Ich habe mir mein Geburtsland nicht ausgesucht, ebensowenig wie den Ton meiner Haut. Der Zufall hat mich erstellt. Ich bin Produkt eines biologischen Zusammenwürfelns der Gene meiner Eltern (,die wiederum aus einer Gen-Suppe ihrer Eltern, ihrer Eltern,…). Seine Identität auf die willkürliche Zugehörigkeit zu einer Nation (Volksgemeinschaft, Rasse, je nach Umfeld) aufzubauen, kommt mir ziemlich verzweifelt vor. Ich definiere mich nicht über das, was ich auf irgendeinem Papier bin, sondern dadurch, was ich tue. Mein Handeln, meine Überzeugungen. Du kannst Humanist sein - oder Arschloch. Musiker oder Pilot, Handwerker oder Beamte, hetero- oder homosexuell. Doch inwiefern spielt es (für dich und deine Umgebung) eine Rolle, wo deine Mutter entbunden hat und welches Buchstabenkürzel auf deiner ID card zu lesen ist? Bitte, erkläre es mir.
Ich habe mir für die Zukunft fest vorgenommen, den Wikipedia-Artikel über Algerien zu inhalieren. Im nächsten Semester werde ich beginnen, Arabisch zu lernen. Mensch tut, was mensch kann, um sich zu integrieren.
Dienstag, 14. August 2012
Ethanoltränen
Hauptstadtimpressionen
Ein offenbar angetrunkener älterer Herr fragt seinen Sitznachbarn nach dem Weg zum Zoo. Er erzählt, er habe seinem Sohn nun endlich gesagt, dass seine Mutter seit eineinhalb Jahren verschieden sei. Seitdem sei er jeden Tag besoffen, beginnt er zu wimmern. "Das ist nicht gut! Ich habe niemanden mehr." Tränen laufen über sein verzerrtes Gesicht. Über den U-Bahn-Wagen legt sich empathische Stille. Im gleichen Moment erscheint eine Meldung im Berliner Fenster über ihm: "Berliner Rentner haben oft Alkoholprobleme."
Das nennt man wohl Situationstragik.
Sonntag, 6. Mai 2012
Meinungsfreiheit vs. Demokratie ?
Die Piraten haben ein Problem mit rechtem Gedankengut auf ihren Decks. Der Chef der Berliner Freibeuterpartei, Hartmut Semken, hatte ein Mitglied seiner Partei, Bodo Thiesen, in Schutz genommen, als dieser nach dem Bezweifeln des Holocausts und einer Bekundung zur Rechtmäßigkeit des deutschen Angriffes auf Polen 1939 über die Planke geschickt werden sollte.
Als daraufhin eine öffentliche Debatte über extremistische Einstellungen (was auch immer das genau sein mag) in den Reihen der Piraten entbrannte, weigerte sich Semken, sich und seine Landespartei von derartigem Gedankengut abzugrenzen.
Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, bemerkte daraufhin: "Rechtsradikale Einstellungen dürfen auch gar keinen Fall in einer demokratischen Partei toleriert werden."
Dass das Leugnen oder Relativieren der Shoah laut §130 StGB eine Straftat darstellt, kann niemand bezweifeln. Was allerdings eine demokratische Partei ausmacht - darüber lässt sich streiten.
Eine Demokratie sollte auch ihr zuwiderlaufende Meinungen (ob von links, recht oder aus der Mitte) akzeptieren und ihnen genügend Freiraum lassen. Demnach gehört es auch zu der Aufgabe demokratischer Parteien, der politischen Willensbildung keine Grenzen zu setzen. Das ist der große Unterschied zwischen demokratischer Freiheit (die uns fälschlicherweise vorgegaukelt wird) und einem zensierten Republiksystem, in dem alles jenseits der Mitte abgekapselt und strafrechtlich verfolgt wird. Gewalt als politisches Mittel ist abzulehnen. Das steht außer Frage. Doch extremistische Meinungen gibt es nicht. Das Prinzip 'Die Freiheit des Einen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt' mag zwar moralisch einfach vertretbar sein, ist mit Demokratie nur leider nicht vereinbar. Eine Demokratie muss so stark sein, dass sie ihren Feinden demokratische Rechte eingesteht, ohne ausenanderzubrechen.
Wahre Idealisten der demokratischen Theorie sollten es sehen wie Voltaire: "Ich mag verdammen, was Du sagst, doch Ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
Die Idee der wehrhaften (also eingeschränkten) Demokratie widerspricht dem uns selbst gesetzten Dogma der Freiheit. Das unterscheidet wahrhafte Demokraten von heuchlerischen Oligarchen.
Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem eine solche Bekundung zur reinen Demokratie und politischen Freiheit schon als extremistisch und radikal gelten wird. Ein weiter Weg ist es nicht mehr.
Als daraufhin eine öffentliche Debatte über extremistische Einstellungen (was auch immer das genau sein mag) in den Reihen der Piraten entbrannte, weigerte sich Semken, sich und seine Landespartei von derartigem Gedankengut abzugrenzen.
Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, bemerkte daraufhin: "Rechtsradikale Einstellungen dürfen auch gar keinen Fall in einer demokratischen Partei toleriert werden."
Dass das Leugnen oder Relativieren der Shoah laut §130 StGB eine Straftat darstellt, kann niemand bezweifeln. Was allerdings eine demokratische Partei ausmacht - darüber lässt sich streiten.
Eine Demokratie sollte auch ihr zuwiderlaufende Meinungen (ob von links, recht oder aus der Mitte) akzeptieren und ihnen genügend Freiraum lassen. Demnach gehört es auch zu der Aufgabe demokratischer Parteien, der politischen Willensbildung keine Grenzen zu setzen. Das ist der große Unterschied zwischen demokratischer Freiheit (die uns fälschlicherweise vorgegaukelt wird) und einem zensierten Republiksystem, in dem alles jenseits der Mitte abgekapselt und strafrechtlich verfolgt wird. Gewalt als politisches Mittel ist abzulehnen. Das steht außer Frage. Doch extremistische Meinungen gibt es nicht. Das Prinzip 'Die Freiheit des Einen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt' mag zwar moralisch einfach vertretbar sein, ist mit Demokratie nur leider nicht vereinbar. Eine Demokratie muss so stark sein, dass sie ihren Feinden demokratische Rechte eingesteht, ohne ausenanderzubrechen.
Wahre Idealisten der demokratischen Theorie sollten es sehen wie Voltaire: "Ich mag verdammen, was Du sagst, doch Ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
Die Idee der wehrhaften (also eingeschränkten) Demokratie widerspricht dem uns selbst gesetzten Dogma der Freiheit. Das unterscheidet wahrhafte Demokraten von heuchlerischen Oligarchen.
Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem eine solche Bekundung zur reinen Demokratie und politischen Freiheit schon als extremistisch und radikal gelten wird. Ein weiter Weg ist es nicht mehr.
Mittwoch, 4. Januar 2012
Wulffensteins Anrufbeantworter.
Unser Bundespräsident scheint leider kein heller Kopf zu sein. Ob er nun geschäftliche Beziehungen zu Herrn Geerkens, seiner Frau und wem sonst auch noch hatte, ist nicht wichtig. Ob er den Landtag und die Öffentlichkeit wie der Großteil seiner Berufskollegen angelogen hat, ist ebenso unwichtig. Aber dass er nun versucht, durch seine politische Stellung Einfluss auf liberale Medien zu nehmen, ist bedauerlich. Wer in dieser Art und Weise - undemokratisch und verlogen - seine Macht versucht zu missbrauchen, um zu täuschen, zu zensieren und zu verschweigen, der ist nicht nur dieses Amtes nicht würdig. Die Frage nach eine Rücktritt - aufgezwungen oder aus freien Stücken - stellt sich mir nicht. Es ist schon lange kein CDU-Thema, schon lange kein politisches Debakel mehr. Der offensichtliche Versuch der Zensur ist eine eklatante Verletzung freiheitlich-demokratischer Prinipien. Eine Schande für ihn, eine Schande für das Präsidialamt und eine Schande für die Demokratie.
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Europa zu Gast bei Mördern.
Das nächste große Fussball-Fest kommt. Die Ukraine ist im nächsten Jahr Austragungsort der Europameisterschaft im Herrenball. Und wenn Europa im Ostblock eine Stippvisite durchführt, muss natürlich alles tip-top sein. Die Menschen freundlich, das Wetter gut, die Straßen sauber. Doch besonders letzteres scheint ein Problem zu sein. Mit den Geschwindigkeitsunterschreitungen der ukrainischen Eselskarren wird die Staatsmacht wahrscheinlich noch fertig, aber die streunenden Hunde in den Städten machen keinen guten Eindruck.
Die Regierung fackelt nicht lange. Was hilft bei ungebetenen Gästen? Massenmord. Kurzerhand werden Straßenhunde gepackt, vergiftet, erschossen oder verbrannt. Und das bei lebendigem Leibe in mobilen Krematorien. Die Ukrainer scheinen aus der Geschichte gelernt zu haben. Sie führt diese Massentötungen im Rahmen der Straßensäuberung für die EU 2012 durch. Von Schamgefühl, Empathie oder Reue keine Spur.
Natürlich haben wild umherstreunende Hunde in einer zivilisierten Großstadt nichts zu suchen, aber das gleiche könnte ich über FDP-Mitglieder sagen..
Die Regierung fackelt nicht lange. Was hilft bei ungebetenen Gästen? Massenmord. Kurzerhand werden Straßenhunde gepackt, vergiftet, erschossen oder verbrannt. Und das bei lebendigem Leibe in mobilen Krematorien. Die Ukrainer scheinen aus der Geschichte gelernt zu haben. Sie führt diese Massentötungen im Rahmen der Straßensäuberung für die EU 2012 durch. Von Schamgefühl, Empathie oder Reue keine Spur.
Natürlich haben wild umherstreunende Hunde in einer zivilisierten Großstadt nichts zu suchen, aber das gleiche könnte ich über FDP-Mitglieder sagen..
Samstag, 10. Dezember 2011
Nach dem Arabischen Frühling: Der Russische Winter.
Der Arabische Frühling, indem die politischen Verhältnisse in Nordafrika umgestürzt und neu geformt wurden, ist schon beinahe ausgeklungen, da bahnt sich nun die nächste Revolution an. Weiter im Osten, im verschneiten Russland, gehen Menschenmassen auf die Straße, um gegen die dreiste Wahlfälschung der Regierung Putin zu protestieren. Vor einigen Tagen noch konnten Sicherheitskräfte mit der bewährten Knüppel-Methode wieder Ordnung schaffen, jetzt wird das langsam schwierig. Hunderttausende wagen den Schritt vor die Tür und Putins Schlägertrupps in Uniform kommen mit dem Austeilen nicht mehr hinterher. Russlands Elite hat die Wahl: sie beugt sich dem 'Wir sind das Volk'-Protest oder sie riskiert blutige Straßenkämpfe. Die Geschichte belegt beides.
Der russische Kampf um Freiheit ist ein Kampf für Gerechtigkeit. Der Gigant Eurasiens wird von einem Unrechtsregime gelenkt, und das schon seit einer Ewigkeit. Ein illegitim herrschender Despot mit Hang zum Größenwahn - die Russen beginnen aufzuwachen.
Wir werden sehen, was diese Entwicklungen hinterm Ural noch alles bewirken werden. Russland ist kein kleiner Alpenstaat - es ist eine globale Supermacht. Könnten sich die Strömungen der Völkerbefreiung wie die Gedanken der Aufklärung und der französischen Revolution auch nach China, Nordkorea oder in den Iran fließen? Mit Sicherheit; aber die werden nicht auch nur einen Hauch von Zimperlichkeit oder Reue spüren, wenn die Maschinengewehre über eine verzweifelte Menschenmasse rattern.
Russland ist trotz seiner Stellung in der Geschichte als verfeindetes Zarenreich und verteufelter Gegner im Kalten Krieg stärker in der westlichen Welt verankert, als seine asiatischen Konkurrenten.
Der russische Kampf um Freiheit ist ein Kampf für Gerechtigkeit. Der Gigant Eurasiens wird von einem Unrechtsregime gelenkt, und das schon seit einer Ewigkeit. Ein illegitim herrschender Despot mit Hang zum Größenwahn - die Russen beginnen aufzuwachen.
Wir werden sehen, was diese Entwicklungen hinterm Ural noch alles bewirken werden. Russland ist kein kleiner Alpenstaat - es ist eine globale Supermacht. Könnten sich die Strömungen der Völkerbefreiung wie die Gedanken der Aufklärung und der französischen Revolution auch nach China, Nordkorea oder in den Iran fließen? Mit Sicherheit; aber die werden nicht auch nur einen Hauch von Zimperlichkeit oder Reue spüren, wenn die Maschinengewehre über eine verzweifelte Menschenmasse rattern.
Russland ist trotz seiner Stellung in der Geschichte als verfeindetes Zarenreich und verteufelter Gegner im Kalten Krieg stärker in der westlichen Welt verankert, als seine asiatischen Konkurrenten.
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