Samstag, 26. November 2011

Cannabis im Straßenverkehr.

Bei der theoretischen Prüfung zum Erwerb des Führerschein Klasse B ist zu lesen: "Welche dieser Substanzen können schon nach einmaligem Konsum zu einer dauerhaften Fahruntüchtigkeit führen?" Als Antwort darauf wird "Marihuana, Haschisch" neben "Heroin, Kokain, Amphetamine" und "LSD" angegeben. Das mögen zwar alles bewusstseinserweiternde Drogen sein, doch eine dauerhafte Wirkung nach einmaligem (!) Konsum ist nicht bei ihnen allen gegeben. Der Konsum von Cannabis (Wirkstoff: THC) hat keine bis heute erwiesenen Langzeitwirkungen auf Gehirn, Körper oder Bewusstsein. Natürlich sollte man sich nach der Aufnahme nicht gleich in den Wagen schwingen, doch eine dauerhafte Fahruntüchtigkeit ist nicht der Fall. Alle Wirkungen von THC sind reversibel, also nicht bleibend und kurzzeitig. Neben der medizinischen Beweislage, fehlt es der Aussage auch an rechtlichem Hintergrund. Das sogenannte "Haschisch-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1994 besagt, man könne "nicht davon ausgehen, dass gelegentlicher Konsum zu einer dauerhaften Fahruntüchtigkeit führe."

Das Ende des Kapitalismus?

Als der Sozialismus zusammenbrach, glaubte man zu wissen: Die Herrschaft des Proletariats ist gescheitert, die Idee der Kapitaldiktatur hat obsiegt. Doch das war nur die halbe Wahrheit. Der Kapitalismus ist nicht beständiger oder gar wahrhaftiger als kommunistische Gesellschaftsstrukturen. Er hat nur länger durchgehalten. Sein Ende ist unvermeidlich und sein Verfallsprozess nicht aufzuhalten.
Ein Blick auf die aktuelle Weltwirtschaftskrise genügt, um zu erkennen, wie es um die globale Finanzentwicklung steht. Das System mit seinen ausbeuterischen Mechanismen wird sich nicht mehr lange über Wasser halten können. Wie auch? Es ist einfach nicht mehr tragbar. Die Weltmärkte spielen mit virtuellen Milliarden, spekulieren mit begrenzten Ressourcen und gefährden Millionen Existenzen jeden Tag. Preise für Nahrung werden künstlich hoch gehalten und Rohstoffe durch Aufkauf und Lagerung verknappt. Und wer Arbeit findet, wird Opfer von Exploitation und Misshandlungen. Als Humankapital behandelt wie Maschinen - nicht wie Menschen.
Hätte man vor wenigen Jahren noch rufen müssen "Wacht auf!", ist das jetzt nicht mehr nötig. Die Revolution wird kommen. Nicht traditionell durch die unteren Klassen der Gesellschaft, sondern dank der Unbändigkeit des Geschaffenen selbst. Dieser unzähmbare Raubtierkapitalismus implodiert. Er zerstört sich mit seinem eigens erschaffenen Paradoxon: Es existieren 10x so viele virtuelle Werte, wie Dinge, die man davon kaufen könnte. Geld ist eine Illusion - das wird die bald aufkommende Inflation in Europa und Nordamerika wieder beweisen müssen.
Den Kapitalismus in seinem Lauf, halten weder Staat noch Regeln auf!

Sonntag, 13. November 2011

Eine gewagte These.

Es ist Sonntag Vormittag. Ich stehe auf dem Bahnhof Frankfurter Allee in Friedrichshain und warte auf die Ringbahn. Die Ereignisse des Vorabends haben meinen Zustand in eine Phase des schläfrigen Dahin-Vegetierens verwandelt. Angelehnt an einen Pfeiler des Bahnhofes beobachte ich die umherstehenden Menschengrüppchen. Ein junger Mann im Schlabberlook berichtet seiner Freundin von mutigen Heldentaten auf einer Demonstration gestern. Wie er sich zwischen die staatliche Knüppelhorde in dunkelblauer Uniform und hilfesuchende Friedensaktivisten stellte und sie mit seiner ganzen Männlichkeit in Schutz nahm. Er redet von Behördengewalt und Schlagstockwahnsinn. Die junge Dame fällt im ins Wort: "Zum Glück gibts es ja die Piraten. Mit denen hört das alles auf." Super Aufhänger. Er beginnt von seiner waghalsigen Theorie zu erzählen - die Piraten? Schön und gut, aber lange halten werden die sich nicht können. Warum? "Wenn die zu mächtig werden, zu viele von uns dazu gewinnen, dann werden die unterwandert und zerstört. Das ist doch klar. Dafür gibt es die Obmänner, oder auch V-Männer."

Eine gewagte These.

Samstag, 12. November 2011

Augen auf bei der Berufswahl.

Ein Königreich für ein EU-Mandat.

(Bild: Rock Cohen | CC BY-SA 2.0)
Die Europäische Union beschäftigt 46.714 Beamte. Davon sind 11.119 in den sechs höchsten Gehaltsstufen. Das niedrigste Grundggehalt beträgt dort 9.125 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommt noch eine Auslandszulage von 16%. Damit lässt es sich leben.
Die 79 (!) Generaldirektoren können sich in der höchsten Besoldungsstufe mit 21.300 Euro pro Monat fühlen, wie Gott in Frankreich. Und das Beste: Ein Ende ist nicht in Sicht. Denn die Gehälter der Faultiere in Brüssel steigen jährlich - ganz von alleine. Da kann man die Arbeit auch mal Arbeit sein lassen. Nach zwei Jahren steigen die Eurokraten wie von Geisterhand in die nächste Dienstaltersstufe auf und können sich über einen weiteren Zusatzbatzen an buntem Papier freuen.

Die moralische Versklavung.

Die moralische Autoversklavung ist ein schwieriges Thema. Nicht, weil sie schwierig zu verstehen, sondern, weil sie schwer zu beschreiben ist. Hat man die Logik hinter der Theorie einmal verstanden und für sich selbst überprüft, ist sie die Einfachheit der Erkenntnis schlechthin. Doch um die gedanklichen Hintergründe dieser Theorie zu verstehen, bedarf es einiger Erklärungen. Ich möchte daher die Thematik langsam und verständlich mittels einer einfachen Frage-Antwort-Technik angehen. 

Was ist die moralische Versklavung?
Es ist eine Theorie. Soweit so einfach. Es ist eine Gesellschaftstheorie, die erklären soll, wie und vor allem warum wir uns so verhalten, wie wir uns nun einmal verhalten. Ich habe sie mit einem Freund ausgearbeitet. Das Interessante dabei ist, dass wir das System zwar begreifen und uns darüber austauschen können, aber daran scheitern, es einer Drittperson verständlich zu vermitteln.

Mittwoch, 9. November 2011

Die Lichter am Himmel.

Iridium Flares - die anthropogenen Sternschnuppen.

(Bild: David Leoandr | CC BY-NC-ND 2.0)
 Iridium Satelliten sind die Gerätschaften, die ohne Rast und Ruh' um unseren Planeten kreisen, um uns kabellose Kommunikation und vieles mehr zu ermöglichen. Wenn die Antennen oder Solarpanels dieser Satteliten in einem bestimmten Winkel zur Sonne stehen, reflektieren sie ihr Licht auf die Erde und erzeugen eine Leuchtkugel am Himmel. Dieses Aufblitzen wird Flare genannt.  

Dienstag, 8. November 2011

Meine 95 Thesen.

SPRINGER-DEMAGOGEN AN UNSERER SCHULE? NEIN DANKE!
Am Mittwoch, den 9. November findet an unserer Schule ein Berufsberatungstag statt. Vertreter von Vereinen, Verbänden und Unternehmen kommen in die Schule, um Euch über ihre Tätigkeiten und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und einige von Euch anzuwerben. Die Axel-Springer-Akademie schickt Rudolf Porsch, den Geschäftsführer und stv. Chefredakteur, an die Schule, um über den Journalismus der Zukunft zu referieren. Er spricht in einem Kurzvortrag von dem Beruf des Journalistem und wird Euch – wie im letzten Jahr auch – seinen Schmierenjournalismus schmackhaft machen. Mit iPad, iPhone und Co. Werden Euch die neuen Entwicklungen des Springer-Marketings vorgeführt – tolle Applikationen für Eure Telefone, ein klasse Onlineangebot der Springer-Presse.