Samstag, 26. November 2011

Das Ende des Kapitalismus?

Als der Sozialismus zusammenbrach, glaubte man zu wissen: Die Herrschaft des Proletariats ist gescheitert, die Idee der Kapitaldiktatur hat obsiegt. Doch das war nur die halbe Wahrheit. Der Kapitalismus ist nicht beständiger oder gar wahrhaftiger als kommunistische Gesellschaftsstrukturen. Er hat nur länger durchgehalten. Sein Ende ist unvermeidlich und sein Verfallsprozess nicht aufzuhalten.
Ein Blick auf die aktuelle Weltwirtschaftskrise genügt, um zu erkennen, wie es um die globale Finanzentwicklung steht. Das System mit seinen ausbeuterischen Mechanismen wird sich nicht mehr lange über Wasser halten können. Wie auch? Es ist einfach nicht mehr tragbar. Die Weltmärkte spielen mit virtuellen Milliarden, spekulieren mit begrenzten Ressourcen und gefährden Millionen Existenzen jeden Tag. Preise für Nahrung werden künstlich hoch gehalten und Rohstoffe durch Aufkauf und Lagerung verknappt. Und wer Arbeit findet, wird Opfer von Exploitation und Misshandlungen. Als Humankapital behandelt wie Maschinen - nicht wie Menschen.
Hätte man vor wenigen Jahren noch rufen müssen "Wacht auf!", ist das jetzt nicht mehr nötig. Die Revolution wird kommen. Nicht traditionell durch die unteren Klassen der Gesellschaft, sondern dank der Unbändigkeit des Geschaffenen selbst. Dieser unzähmbare Raubtierkapitalismus implodiert. Er zerstört sich mit seinem eigens erschaffenen Paradoxon: Es existieren 10x so viele virtuelle Werte, wie Dinge, die man davon kaufen könnte. Geld ist eine Illusion - das wird die bald aufkommende Inflation in Europa und Nordamerika wieder beweisen müssen.
Den Kapitalismus in seinem Lauf, halten weder Staat noch Regeln auf!

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