Montag, 24. Juni 2013

Die Arbeit am Witz

Ich habe dem Schreiberling hinter der-postillon.de, einem Blog für tagesaktuelle satirische Nachrichten, drei Beiträge zugeschickt - mit der Bitte, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Mr. Postillon schrieb mir zurück, meine Entwürfe seien stilistisch schon ganz gut, für eine Veröffentlichung aber noch nicht lustig genug - was stimmt -, er freue sich jedoch über weitere Vorschläge. Es ist jetzt also zu meiner Mission geworden, einen Artikel zu schreiben, der dem gefordertem Niveau entspricht. Die Texte, die es nicht in den Postillon schaffen, finden sich dann hier.


+++ Snowden: auch Weihnachtspost wird abgehört
Nuuk/(dpo) - Die Skandalserie von Aufdeckungen geheimdienstlicher Spionage am gemeinen Bürger reißt nicht ab. Nach Snowdens Enthüllungen über NSAs "Prism" und das Abhörprogramm des britischen GCHQ "Tempora" (alternative Benennungs-Empfehlungen der Redaktion: Pyramid, Quadr oder 3eck) ist nun die millionenfache Ausspähung von Kindern weltweit bekannt geworden.
Unter dem Namen "mistænkelige Santa" hat der dänischer Inlandsgeheimdienst "Politierst Efterretningstjeneste" (PET) über Jahre hinweg den Briefverkehr von Überall nach Grönland mitgelesen. Von der Überwachung der Weihnachtspost erhoffte sich das Innenministerium sensible Informationen über wirtschaftliche Zustände und die nationale Nachfrage wichtiger Handelspartner in Zentralasien und Nordamerika. Innenminister Dœdelig dementierte die Vorwürfe.
Das Pressebüro des Weihnachtsmannes zeigte sich am Sonntag überrascht und empört: "Wir sind sehr enttäuscht. Es geht hier schließlich um die Kinder! Sollten sich diese Vorwürfe als wahr herausstellen, werden wir die Verhandlungen mit den Vertretern der Provinz Sibirien wegen einer Umsiedelung wieder in Gang bringen müssen." An der Produktions- und Logistikmaschine der Santa GmbH hängen die Arbeitsplätze von mehr als neunhundert dänischen Fachkräften und tausenden Saisonarbeiter.
Sollte sich demnächst noch herausstellen, dass Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) heimlich die Tagebücher deutscher Grundschülerinnen liest, könnte der Aufstand der Anständigen nicht mehr weit sein. (sim)

+++ Putin fordert Prostituierte zurück
Berlin/(dpo) - Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Russlands Staatschef Wladimir Putin (47) die Rückführung der siebzigtausend in Deutschland arbeitenden russischen Prostituierten. "Die wirtschaftliche Lage Russlands hat sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert", bemerkte Putin (32) bei der Eröffnungsfeier einer Beutekunst-Ausstellung in Sankt Petersburg, "das schlägt sich unweigerlich auch auf den Vergnügungssektor nieder. Wir brauchen unsere Olgas (16ff) zuhause!"
Merkel (50+) entgegnete, die Mädchen aus dem Osten wären eine "Bereicherung für den deutschen Arbeitsmarkt und ein Segen für den Wettbewerb."
Die Rezession in Russland drängt immer mehr Damen des ältesten Gewerbes zur Migration nach Westeuropa. Während diesseits der Oder-Neiße-Grenze das Überangebot zu einer, wie Experten meinen, Hypersexflation geführt hat, herrscht jenseits Ebbe im Land der feuchten Träume.
Russland besteht seit der Öffnung des DDR-Flüchtlingsstaudamms auf der Rückgabe der ausgewanderten Arbeitskräfte. Deutschland lehnt das ab.
Die Stiftung Alt-Sowjetischer Kulturbesitz schätzt die Anzahl russischer Mitarbeiterinnen in der gewerblichen Unzucht auf dem Gebiet der Bundesrepublik auf etwa Einundsiebzigtausend, knapp ein Drittel von Ihnen in deutschen Großunternehmen.
(sim)

+++ Assad beendet Verhandlungen
Damaskus/(dpo) - Baschar Al-Assad, der Schlächter von Syrien, hat am Sonntag durch seinen Gesundheitsminister verkünden lassen, das Regime gebe die Verhandlungen mit Monsanto auf. Seit Wochen versucht das Regime in Damaskus vergeblich, die eingekauften Chemiekampfstoffe zu reklamieren - sie seien bereits seit Jahren abgelaufen. (sim)

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