Mittwoch, 4. Januar 2012

Wulffensteins Anrufbeantworter.

Unser Bundespräsident scheint leider kein heller Kopf zu sein. Ob er nun geschäftliche Beziehungen zu Herrn Geerkens, seiner Frau und wem sonst auch noch hatte, ist nicht wichtig. Ob er den Landtag und die Öffentlichkeit wie der Großteil seiner Berufskollegen angelogen hat, ist ebenso unwichtig. Aber dass er nun versucht, durch seine politische Stellung Einfluss auf liberale Medien zu nehmen, ist bedauerlich. Wer in dieser Art und Weise - undemokratisch und verlogen - seine Macht versucht zu missbrauchen, um zu täuschen, zu zensieren und zu verschweigen, der ist nicht nur dieses Amtes nicht würdig. Die Frage nach eine Rücktritt - aufgezwungen oder aus freien Stücken - stellt sich mir nicht. Es ist schon lange kein CDU-Thema, schon lange kein politisches Debakel mehr. Der offensichtliche Versuch der Zensur ist eine eklatante Verletzung freiheitlich-demokratischer Prinipien. Eine Schande für ihn, eine Schande für das Präsidialamt und eine Schande für die Demokratie.

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