Sani- oder Attentäter, ich kann das so schlecht erkennen.
Mai 2010. Eine Flotte, beladen mit Hilfsgütern für den abgeriegelten Gazastreifen, trifft kurz vor der Küste auf eine israelische Seeblockade. Soldaten der israelischen Spezialkräfte eröffnen das Feuer auf dem größten Schiff der Flotte und töten neun türkische Aktivisten. Die israelischen Behörden rechtfertigen sich mit der Behauptung, Terroristen hätten sich auf dem Schiff aufgehalten. Ein türkischer Untersuchungsbericht kam zum Ergebnis, Israel hätte bei dem blutigen Angriff internationales Recht verletzt. Israels Regierung hingegen, widersprach der Anschuldigung und bezeichnete das Vorgehen als rechtmäßig.
Ein von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Auftrag gegebener Untersuchungsbericht kam nun zu dem Schluss, die Seeblockade und das Verhalten der israelischen Marine seien nach internationalem Recht legitim gewesen. Gleichzeitig wurden beide Länder aufgefordert, ihre beschädigten Beziehungen im "Interesse der Stabilität im Nahen Osten" zu normalisieren.Israel solle sich entschuldigen.
Ich frage mich, was im rechtsstaatlichen Deutschland wohl passiert wäre, wenn ich einem Wagen des Technischen Hilfswerkes die Reifen zerstochen, den Fahrer getötet und die Versorgungsgüter verbrannt hätte. Lieber nicht ausprobieren.
Ich vermute, wenn ich vorher Warnschilder aufstellen und mich im Nachhinein öffentlich entschuldigen würde, wäre das kein Problem - zumindest nicht für Ban Ki Moon. Und der hat wenigstens Ahnung!
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